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CORMORAN LEXIKON

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Karpfen

Der Karpfen (Cyprinus carpio L.) ist eine Fischart aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zu dieser Fischgruppe gehören weltweit etwa 1500 Arten.

Vorkommen
Karpfen sind vor allem in stehenden und langsam fließenden Gewässern heimisch, in denen sich die Wassertemperatur in den Sommermonaten auf mindestens 20°C aufwärmt. So sind sie in Teichen und Baggerseen ebenso vorzufinden, wie in den ruhigen Bereichen großer Flüsse und deren Brackwasserzonen.

Merkmale, Zucht und Formen
In freien Gewässern erreichen Karpfen in seltenen Fällen eine Länge von über einem Meter und ein Gewicht bis annähernd 40kg. Der Körper ist seitlich abgeflacht und vor allem die Zuchtformen sind besonders hochrückig. Der Karpfen hat eine Rückenflosse, eine schwach gegabelte Schwanzflosse und 2 kurze und 2 lange Barteln neben dem Maul. Karpfen können bis zu 50 Jahre alt werden.

Karpfen werden in fünf Formen unterschieden:

• Der Wildkarpfen ist die Urform, hat ein vollständiges Schuppenkleid und einen flachen spindelförmigen Körper. Unregelmäßige Schuppenanordnung. Der Wildkarpfen ist auf die Rote Liste der weltweit gefährdeten Arten gesetzt.

• Der Schuppenkarpfen, mit vollständigem Schuppenkleid, ist hochrückiger als der Wildkarpfen. Gleichmäßige Schuppenanordnung. Der Kopf ist leicht abgesetzt. Schuppenkarpfen erreichen, wenn auch äußerst selten, ein Gewicht bis zu 40kg.

• Der Zeilkarpfen hat eine Reihe annähernd gleich große Schuppen. Sie sind wie in einer "Zeile" entlang der Seitenlinie angeordnet. Die restliche Körperfläche ist frei von Schuppen.

• Der Spiegelkarpfen (Cyprinus carpio morpha noblis) ist eine in Europa weit verbreitete Zuchtform. Sein Aussehen ist durch wenige, vergrößerte, metallisch glänzende Schuppen charakterisiert, die unregelmäßig an den Körperseiten verteilt sind. Vom Kopf bis zum Schwanz verläuft am Rücken meist eine durchgehende Reihe von Schuppen, und auch der Schwanzstiel ist beschuppt. Der Spiegelkarpfen ist meist sehr hochrückig und rund. Es wurden schon Spiegelkarpfen mit über 35kg gefangen.

• Der Lederkarpfen (Nacktkarpfen) hat keine oder nur ganz wenige verteilte Schuppen.

Fortpflanzung
Die Laichzeit der Karpfen liegt in Europa zwischen Mai und Juli. Die Paarung bzw. der Laichvorgang erfolgt nur bei einer Wassertemperatur von mehr als 17°C. Zur Paarung treffen sich die Karpfen in flachen wärmeren und pflanzenreichen Gewässerbereichen. Das Weibchen legt, je nach Alter und Größe, ca. 1,5 Millionen Eier ab. Die befruchteten Eier haften sich an Pflanzen. Nach dem Ablaichen schwimmen die Elternfische wieder in ihr ursprüngliches Gewässer zurück. Es erfolgt keine Brutpflege. Häufig wird bei solchen "Parungsspielen" die Schleimhaut der Fische stark verletzt. Nach der Laichzeit werden oft tote Fische angetrieben die einer Pilzinfektion zum Opfer gefallen sind.

Ökonomie
In Deutschland gibt es zahlreiche Karpfenzuchtbetriebe, besonders in der Oberlausitz nördlich von Bautzen, in Franken im Aischgrund (Landkreis Erlangen-Höchstadt), in der mittleren Oberpfalz im Landkreis Schwandorf, im Oberpfälzer Stiftland (Landkreis Tirschenreuth) sowie in Peitz, unweit von Cottbus und in Reinfeld in Holstein.
Das größte für die Karpfenzucht wirtschaftlich genutzte Teichgebiet Europas ist die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, deren 335 Teiche fast 10 % der 30.000 ha Fläche einnehmen. Der größte Karpfenteich (Schwarzenberg-Teich mit ca. 260 ha Fläche) liegt aber im südböhmischen Karpfenteichgebiet, dem Wittingau bei Trebon. Dieses Gebiet hängt geografisch mit dem österreichischen Teichgebiet im Waldviertel zusammen. Wichtige österreichische Karpfengebiete liegen ferner in der südlichen Steiermark und im südlichen Burgenland.
Größere Bedeutung hat die Karpfenteichwirtschaft auch in Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien sowie in Israel und weiten Teilen Asiens.
Lediglich in Australien ist das Züchten und Aussetzen von Karpfen gesetzlich verboten. Australien versucht den Karpfen als Schädling der einheimischen Fauna durch ein Programm auszurotten, bei dem genetisch veränderte Karpfen ausgesetzt und in die verwilderten Populationen eingekreuzt werden, die bewirken sollen, dass letztlich alle Karpfen männlich bleiben (wie sie es von Natur aus im Brütlingsstadium sind) und den Entwicklungsschritt zur Umwandlung in weibliche Tiere nicht mehr vollziehen können.
Karpfen sind beliebte Speisefische, in Deutschland und Österreich insbesondere zu Weihnachten und Silvester. Ein großer Teil der Produktion aus der Teichwirtschaft geht deshalb in den Markt für Speisefische. Einen wesentlichen Anteil hat aber auch die Erzeugung von Satzfischen für die Angelfischerei in freien Gewässern.

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Karpfenangeln

Karpfenangeln (Carpfishing) ist der spezialisierte Fang von Karpfen (engl. Carp).
Der meist benutzte Köder ist der so genannte Boilie, eine gekochte Teigkugel welche in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist, z. B. in Erdbeer, Banane, Scopex und Birdfood » mehr...

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Karpfenartige

Die Karpfenartigen (Cyprinoide) sind gegenüber den Karpfenfischen (Cypriniformes) mit folgenden arttypischen Merkmalen gekennzeichnet:
• Die Kiefer und andere Mundknochen sind zahnlos, Schlundknochen entwickelt, sichelförmig, mit ein bis drei Zahnreihen, Mund stark vorstülpbar, häufig mit Barteln » mehr...

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Karpfenliege

Die Karpfenliege ist eine bequeme und hochwertige Liege zum Sitzen und Schlafen und kommt immer dannn zum Einsatz, wenn der Ansitz am Wasser über einen längeren Zeitraum geht, wie dies besipielsweise beim professionellen Karpfenangeln geschieht.

Liegen

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Karpfenrolle

Karpfenrollen sind die Arbeitsgeräte unter den Rollen, schließlich müssen sie jedem Grosskarpfen standhalten. Gute Karpfenrollen sind meist Freilaufrollen und haben eine Schnurfassung von ca. 250m/0.35mm.

Karpfenrollen

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Karpfenrute

Karpfenruten (Grundruten) sind hochbelastbar, meist 2-teilig und haben typischerweise meist eine Länge zwischen 3.30 und 4.20m. Höherwertige Karpfenruten werden in der Regel aus Kohlefaser hergestellt. Die Wurfgewichte werden in der Regel in Gramm (g) oder in englischen Pfund (lbs) angegeben » mehr...

Karpfenruten

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Kautschuk

Kautschuk (indian. cao = Baum und ochu = Träne) ist ein Sammelbegriff für elastische Polymere, aus denen Gummi hergestellt wird. Neben Naturkautschuk wurden in den letzten hundert Jahren ein Reihe von Synthesekautschuken entwickelt » mehr...

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Köcherfliegen

Die Köcherfliegen (Trichoptera) sind eine Gruppe der Insekten und gehören zu den Holometabolen Insekten (Holometabola). Von den bekannten 7000 Arten leben in Mitteleuropa etwa 300. Die Körperlänge der Tiere beträgt zwischen 1,5 und 40 mm, die Flügelspannweite zwischen 3,5 und 68 mm » mehr...

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Köhler

siehe Seelachs

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Kescher

Kescher (engl. Landing Net) dienen der waidgerechten Entnahme von Fischen aus dem Gewässer. Es gibt verschiedene Ausführungen, je nach Verwendungszweck und Fischart . Die Keschernetze bestehen meist aus Nylonmaterial in verschiedenen Maschenweiten.

Siehe auch Unterfangkescher

Kescher & Gaffs

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Kieme

Die Kieme (meist. Plural; v. mittelhochdeutsch: kimme Einschnitt, Kerbe) ist ein Organ, das bei vielen Wassertieren dem Blut den im Wasser gelösten Sauerstoff zuführt. Diese Form der Atmung unter Wasser wird als Kiemenatmung bezeichnet » mehr...

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Kletteraffen

Als Kletteraffen bezeichnet man eine Vorrichtung zur optischen Bissanzeige beim Grundfischen.

Das Prinzip: Die Angelrute wird in zwei Rutenhaltern positioniert, zwischen den beiden Rutenhaltern wird der Kletteraffe platziert. Hierbei handelt es sich um eine ca » mehr...

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Knicklichter

werden im Bereich des Fischfangs eingesetzt, beispielsweise um bei Dunkelheit den Schwimmer zu beobachten oder Bisse durch den Bißanzeiger besser erkennen zu können.

Knicklichter

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Krautblinker

siehe Blinker

Blinker

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Kretzer

siehe Flussbarsch

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Kunstköder

Ein Kunstköder ist eine beim Angeln verwendete, vorwiegend aus Metall, Holz, Plastik und synthetischen Materialien bestehende Imitation verschiedener Nährtiere von vorwiegend Raubfischen (kleinere Fische und Insekten) die, mit Haken bestückt und durch das Wasser gezogen (Spinnfischen) oder auf dem Wasser treibend (Fliegenfischen), verschiedene » mehr...

Kunstköder

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Kunstköderrute

Zu Kunstköderruten zählen alle Ruten, die zum Spinn- oder Schleppfischen geeignet sind. Als Kunstköder kommen Gummifische, Wobbler. Blinker, Spinner usw. zum Einsatz.

Raubfischruten

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